ADAC Procar 2008 - 2010
Professioneller Tourenwagensport mit großer Markenvielfalt
Die Erfolgsstory der ADAC Procar setzt sich in diesem Jahr fort. Schon frühzeitig hat die Serienorganisation wichtige Rahmendaten beschlossen, die im Wesentlichen unverändert bleiben: In drei Divisionen wird um Punkte und Platzierungen gefightet. Neben den Zwei-Liter-Produktionswagen der Division 1, vorbereitet nach dem Vorbild der Tourenwagen-Weltmeisterschaft, und den kompakten 1.600-Kubik-Flitzern der Division 2 gehen auch weiterhin Turbodiesel-Fahrzeuge in der Division 3 an den Start. Das Reglement zielt dabei vor allem auf einen Punkt: Auch für Teams mit einem beschränkten Budget will die ADAC Procar eine professionelle Bühne für hochklassigen Tourenwagensport bieten. Und das Konzept fruchtet, denn es stellen sich in diesem Jahr neben dem Stamm der bekannten Mannschaften eine ganze Reihe neuer Teams und Fahrer dem Wettbewerb und sorgen damit für Internationalität und hohe Markenvielfalt.

Beständiges Reglement
Die ADAC Procar bleibt auch 2008 so vielfältig wie gewohnt. Gerade die Beibehaltung des technischen Reglements auf dem Stand von 2005 lockte in der Division 1 die Teams an. Denn für die Fahrzeuge aus der WTCC auf dem 05er-Stand existiert ein reger Gebrauchtmarkt und die Einsatzkosten sind überschaubar. Mit Alfa Romeo 156 S2000, BMW 320i, Chevrolet Lacetti, Ford Focus ST, Honda Civic Type R, Honda Accord, Opel Astra GTC, Opel Astra OPC und Toyota Corolla T-Sport treten 2008 in der Division 1 sieben verschiedene Marken gegeneinander an. Vier unterschiedliche Fabrikate - Citroën Saxo VTS, Citroën C2 VTS, Ford Fiesta ST, Peugeot 207 Sport und Volkswagen Lupo Gti - sind die diesjährigen Kontrahenten der Division 2, während die Diesel-Division 3 mit Alfa 147 JTD, Opel Astra GTC CDTI und VW Golf 2.0 TDI besetzt ist.

Das Konzept ist einfach, aber überzeugend. Die Basis bilden seriennahe Produktionswagen. Unter der Motorhaube ist trotz der bulligen Optik die Technik weitestgehend reglementiert - so sind zum Beispiel in der Division 1 und 2 aufwändige Turbomotoren verboten, in der Division 3 darf dagegen ein Motor mit Aufladung verwendet werden. Allradverbot gilt für alle drei Divisionen. Modifikationen an Motor, Getriebe, Fahrwerk und Bremsen sind in begrenztem Maße zulässig. Die Mindestfahrzeuggewichte, jeweils inklusive Fahrer mit Ausrüstung, betragen: Division 1 - Fronttriebler 1.110 kg, Hecktriebler 1.140 kg; Division 2 - Fronttriebler 990 kg, Hecktriebler 1.020 kg; Division 3 - Fronttriebler 1.230 kg, Hecktriebler 1.250 kg.

Um die Chancengleichheit und Budgetfreundlichkeit zu gewährleisten, rollen alle Fahrzeuge einheitlich auf DUNLOP-Rennreifen und RIAL-Felgen, die Katalysatoren kommen von HJS, getankt wird SHELL-V-Power-Kraftstoff. Entscheidend ist aber dennoch das Können des Fahrers, da auch die Leistungseckdaten der Motoren innerhalb der Divisionen nahezu identisch sind.

Platzierungsgewichte sind bei den Produktionswagen ein weiteres Mittel zur Chancengleichheit. In allen Divisionen gelten Handicapgewichte für die besten Drei, die nach jeder Veranstaltung gemäß den Platzierungen beider Rennen zugeteilt und bei Platzierungen ab dem sechsten Platz ab der nächsten Veranstaltung wieder abgebaut werden. Die Handicapgewichte für alle drei Divisionen betragen: 1. Platz plus 30 kg, 2. Platz plus 20 kg, 3. Platz plus 10 kg. Das maximale Platzierungsgewicht beträgt 60 kg für die Divisionen 1 und 3 und 30 kg für die Division 2.

Strammes Rennprogramm
Pro Wochenende absolvieren die Fahrer ein strammes Rennprogramm, das gute Kondition und Fitness erfordert. Neben zwei freien Trainingssitzungen, einem 30-minütigen Qualifying, das für die Startaufstellung maßgeblich ist, und einem Warm-Up stehen zwei direkt aufeinanderfolgende 20-Minuten-Rennen - unterbrochen von einer 15-minütigen Reparaturpause - an. Zeit für gegenseitiges Taktieren bleibt da kaum, von Anfang an müssen die Kontrahenten auf Angriff fahren. Eine wesentliche Rolle spielen dabei auch die Handicap-Gewichte - schon wenige Kilo Unterschied sind deutlich spürbar.

Punktesystem
Einzelerfolge sind wichtig, regelmäßiges Punktesammeln führt aber oft ebenso zur Tabellenspitze. Sowohl in der Fahrer- als auch in der Teamwertung werden bei jedem Rennen die Plätze 1 bis 8 mit Punkten belohnt. Wer nur ein einziges Mal ausfällt, könnte im dichtgedrängten Feld der Produktionswagen womöglich schon fast den Anschluss verpasst haben.

Punktevergabe pro Rennen und Division
Platz 1 2 3 4 5 6 7 8
Punkte 10 8 6 5 4 3 2 1

Bei Punktegleichheit zählen die jeweils besseren Einzelergebnisse (1., 2., 3. usw. Plätze). Es werden alle Rennläufe - ohne Streichresultate - zur Wertung herangezogen.

Ford Fiesta ST Cup 2007
Der Ford Fiesta ST Cup setzt in der neuen Motorsportsaison auf Kontinuität. Im fünften Meisterschaftsjahr präsentiert er sich erneut als einer der fahrerstärksten Markenpokale in Deutschland. Abwechslungsreiche Rennen sind also auch 2007 wieder garantiert.

Die Tradition der Ford-Markenpokale geht bis in das Jahr 1969 zurück, als der Ford Escort 1300 GT talentierten Nachwuchsfahrern als Sportgerät zur Verfügung stand. Auch der Ford Fiesta schrieb schon Markenpokalgeschichte mit dem Ford Fiesta Ladies Cup (1982-1986) und dem Ford Fiesta Mixed Cup (1990-1991). Teilnehmen im aktuellen Cup (NEAFP) kann jeder Fahrer mit einer nationalen A-Lizenz, der im laufenden Jahr mindestens 18 Jahre alt wird.

Neben der normalen Wertung bis Platz 15 wird auch wieder eine Junior- und eine Damenwertung ausgeschrieben. Voraussetzung hierfür ist allerdings die Teilnahme von mindestens drei Teilnehmer/innen und eine Endplatzierung unter den besten 15.

Daten & Fakten
Motor: 1,6-Liter-Duratec-SE-Motor, 125 kW (170 PS)
Getriebe: IB5-Getriebe mit Sportübersetzung, H-Schaltung
Räder: Dunlop-Reifen auf ATS-Felgen 7x15 Zoll
Fahrwerk: McPherson-Achse vorne, Twist-Beam-Achse hinten, höhenverstellbare Dämpfer von Eibach
Bremsen: Scheibenbremsen vorne und hinten, Ferodo-Bremsbeläge
Gewicht: ca. 940 Kilogramm

Sicherheitsausstattung: eingeschweißter Überrollkäfig, Recaro-Sportschalensitz, Sechs-Punkt-Sicherheitsgurt, elektrische Vier-Kilogramm-Feuerlöschanlage, Drei-Stempel-Lufthebe-Anlage

BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft 2007
Grüne Hölle über 24,433 km!
Seit 1977 zieht die Langstreckenmeisterschaft die Fans auf die Nürburgring Nordschleife. In der Saison 2007 geht man in die 30. Saison. Und pünktlich zum Jubiläum ist die Serie beliebt wie nie. Die von Karl-Heinz Gürthler, Promotor der Serie, organisierte VLN ist die erfolgreichste Breitensport-Rennserie Europas.

Die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft, wie sie heute heißt, ist eine Serie von Könnern für Kenner. Könner sind die Aktiven, Kenner die vielen Fans an der Strecke. So um die 20.000 sind es fast immer. Bei schönem Wetter oder spannenden Entscheidungen wesentlich mehr!
Längst ist den Fans bekannt, dass sie nirgendwo sonst günstiger so guten Motorsport zu sehen bekommen und ihn in so familiärer Atmosphäre erleben können, wie bei der Langstreckenmeisterschaft. "Motorsport zum Anfassen", manchmal nur ein Anreißer, der sich dann als Mogelpackung erweist, ist bei den VLN-Rennen geradezu Grundgesetz. Zehn Mal im Jahr heißt es des­halb für viele Fans, oft für ganze Familien, "Samstag ist Langstreckentag".

Für alle Rennen gilt: Eine Runde ist 24,433 Kilometer lang und besteht aus der Nürburgring-Nordschleife und der Sprintstrecke des GP-Kurses. Legende und Moderne sind ideal miteinander verbunden. Die Zeitdistanzen sind unterschiedlich, vier oder sechs Stunden 

Die meisten Fans finden sich an der Nordschleife ein. Vor dem Renngenuss stehen dabei für einige Abschnitte noch Wanderfreuden und Eifel-Erlebnis pur auf dem Programm. Denn "Schwedenkreuz" und "Adenauer Forst", "Karussell" und "Wippermann" sind nun einmal nicht so dicht an einer Bundesstraße gelegen wie "Breidscheid", "Brünnchen" und "Pflanzgarten". Überall an der Nordschleife gilt: Es wird kein Eintrittspreis gezahlt. Tickets werden lediglich für den Start- und Zielbereich angeboten. Und auch hier nur zu einem echten Schnäppchenpreis. 

Das Wertungssystem der Meisterschaft ist so alt wie die Serie selbst, ein besseres wurde noch nicht erfunden. Gerechtigkeit ist das Prinzip, und im Untertitel könnte stehen: Viel Feind´, viele Punkte. Die VLN ist keine Klassengesellschaft, sondern eine Gesellschaft von Klassen. Die Punkte in den einzelnen Divisionen werden bei Sieg mehr, je mehr Fahrzeuge in der Klasse starteten!

Toyota Yaris Cup 2006
Forever Young: Toyota Yaris Cup
Auch in seinem sechsten Jahr ist der Toyota Yaris Cup der „kleinste“, zugleich aber einer der beliebtesten Markenpokale. Denn das „klein“ bezieht sich in diesem Fall nur auf zwei Fakten: Zum einen dürfen in den Renn-Yaris Nachwuchsfahrer aus dem Kart bereits mit 15 Jahren einsteigen – das niedrigste Mindestalter aller Top-10-Serien. Zum zweiten ist der 1300-ccm-Renner wohl das kompakteste Renngerät am Top-10-Wochenende. So übersichtlich die Ausmaße, so sportlich ist das Herz des Yaris. Immerhin 118 PS treiben den fixen Japaner voran, der für den Einsatz im Nachwuchspokal damit reichlich Leistung aufbringt. 

So musste auch auf technischer Seite für die Saison 2006 nicht viel geändert werden: Nur ein Facelift steht für die Cup-Fahrzeuge an, denen damit erstmals ein Spoiler angebaut wird. Der besonderen Verantwortung gegenüber den jungen Teilnehmern trägt Toyota übrigens durch eine Rundumbetreuung Rechnung: Zu den Pflichtterminen für die Teilnehmer gehört auch ein dreitägiges Vorbereitungsseminar Ende März in Leipzig, bei dem Sport, Ernährung und Medizin aber auch Reglementsfragen und Umgang mit Medien thematisiert werden.